Kokosöl ein Dickmacher? – Warum sich hochwertiges Kokosfett zwar zum Zunehmen eignet in Maßen aber auch nicht dick macht

Von ein einem mäßigen Kokosöl Verbrauch wird man nicht dick, benutzt man viel davon, dann kann es einem beim Zunehmen unterstützen.

Kokosöl gilt je nach Trendstimmung mal als äußerst gesund und im nächsten Moment wieder als tödliches Gift, welches für Übergewicht, Herzversagen, erhöhtes Infarktrisiko, mehr Schlaganfälle und viel zu hohe Cholesterinspiegel sorgt. Beides sind übertriebene Richtungen, die fast schon fundamentale Züge aufweisen.

Kauft man ein hochwertiges und natürliches, d.h. ungehärtetes Kokosfett z.B. von Dr.Goerg* (persönliche Empfehlung) oder von nu3*, beides selbstverständlich in der Biovariante, dann schadet man seiner Gesundheit bei mäßigem Konsum sicher nicht. Ganz anders sieht es jedoch bei den zu Blöcken gehärteten, denaturierten und mit Zusatzstoffen versehenen Frittierfett-blöcken, einigen Margarinen und ähnlichen ungesunden Produkten aus. Das ist wirklich pures Gift für den Körper!


Vor einige Zeit gab es bei YouTube sogar einen richtigen Shitstorm auf das Video einer Professorin eines Uniklinikums. Sie bezeichnete Kokosöl allgemein als „Gift“ während andere Youtuber es als Wundermittel und Teils „Heilmittel“ rüberbringen.

Das Kokosöl ist aber weder Gift noch ein generelles Heilmittel für allerhand Krankheiten. Es ist einfach nur ein kalorienreiches Fett, mit einigen Vorteilen, einem sehr hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren, sehr vielen Kalorien und Vitamin E sowie weiteren Mikronährstoffen.

Welche spezifischen Heilwirkungen es tatsächlich haben könnte, soll hier jedoch nicht das Thema sein. Wer sich hierfür mehr interessiert, der kann gerne zusätzlich in diesem weiterführenden Beitrag lesen. Hier soll es darum gehen, warum man mit diesem Fett besonders gut Zunehmen kann und warum es im Rahmen verzehrt eben auch nicht dick macht.

Kokosfett macht generell dick? – Nein, aber man kann es definitiv zum Zunehmen verwenden…

Würde Kokosöl generell zu Übergewicht und Fettleibigkeit führen, dann müssten die breiten Bevölkerungsschichten gerade in den asiatischen Ländern, in der Karibik oder auf Hawaii viel dicker sein als die westliche Bevölkerung aus Europa und Amerika.

Sie sind es aber nicht, im Gegenteil. Einzig die Bevölkerungsteile die seit einer oder zwei Generationen bereits den westlichen Lebensstil pflegen werden dicker. Sie gleichen sich an, konsumieren Fertigprodukte, Zusatzstoffe, viel Industriezucker, schlechte Fette im Übermaß und das bei gleichzeitig viel zu geringer Bewegung. Kokosfett ist sicherlich ungleich viel gesünder als gehärtetes Frittierfett, das schon 50 Portionen Pommes erhitzt hat. Das macht wirklich auf Dauer krank und fett!

Auf den Malediven ist die Beziehung zur Kokospalme sogar so intensiv, dass nahezu jede Palme eine fortlaufende Nummer erhält. Trotz sehr hohem Konsum sind die Einheimischen aber alles andere als dick. In der Hauptstadt Male fängt es allerdings auch schon langsam an, da sich der Lebensstil etwas mehr des unseren angeglichen hat.


Kokosöl macht nicht dick, wenn es in Maßen konsumiert wird und die Bewegungsaktivität und der Stoffwechsel des Konsumenten gesund ist und dazu passt. Kokosöl kann wiederum zum Zunehmen verwendet werden, wenn es täglich in leicht erhöhten Mengen über den Tag verteilt wird, sodass automatisch mehr Kalorien zugeführt werden.

Kokosöl, reich an gesättigten Fettsäuren und Kalorien

100 Gramm Kokosfett ungehärtet und naturbelassen in Rohkostqualität enthalten stattliche 860-900 Kalorien, die zu gut 99 % aus Fett aufgebaut sind. Der größte Teil dieser Fette basiert auf gesättigten Fettsäuren. Zwischen 0,6-0,8 % der Gesamtmasse besteht aus Proteinen. Kohlenhydrate oder Ballaststoffe sind hingegen keine enthalten.  Die restlichen 0,2-0,4 Prozent teilen sich neben einem sehr geringen Restwasseranteil wie folgt auf:

Vitamine:

  • Kleine Mengen Vitamin B3
  • Vitamin E (100 Gramm Kokosöl decken ca. 15 % des Tagesbedarfs)
  • Vitamin K

Mineralstoffe:

  • Calcium
  • Kalium
  • Phosphor

Alle drei Mineralstoffe jedoch nur in sehr geringer Konzentration

Spurenelemente:

  • Eisen geringe Mengen zwischen 18-20 Mikrogramm
  • Kupfer nur Spuren bis hin zu ca. 2 Mikrogramm

Kategorie und Zubereitungsart sowie weitere Hinweise zu diesem Lebensmittel

  • Für folgende Ernährungsarten geeignet: Veganer, Vegetarier und Omnivore (Allesesser)
  • Verzehr- und Zubereitungsart: Kokosöl kann im Prinzip bei entsprechender Qualität sogar roh gegessen werden. Es gibt genug Personen die auf einen täglichen Esslöffel pures Kokosöl schwören. Ansonsten kann man das Fett wunderbar zum Braten, Kochen oder Backen verwenden. Es ist sehr hitzestabil, brennt nicht an und hinterlässt falls gewünscht einen leichten Kokosgeschmack an den Speisen. Gerade in der asiatischen, insbesondere in der tailändischen, indonesischen und vietnamesischen Küche wird es sehr geschätzt.
  • Hinweis: Beim Kauf von Kokosöl sollte man auf Produkte in bester Rohkost Qualität, aus fairem Anbau unter ökologischen Bedingungen achten. Kokosöl sollte zur Herstellung nur mechanisch gewonnen worden sein und dies so schonend wie möglich. Auf den Kauf von billigen Brat- und Frittierfetten, insbesondere den gehärteten Varianten sollte der Gesundheit zuliebe unbedingt verzichtet werden.

Fazit:

Sowohl der gute Ruf als fast schon „Allheilmittel“ von Kokosöl, als auch die Bezeichnung als „absolutes Gift“ sind beide völlig übertrieben. Es ist einfach ein gutes Fett, das sich leicht in der Küche nutzen lässt, viel Kalorien beinhaltet und beim Zunehmen helfen kann.

Menschen die Abnehmen möchten können es auch verwenden, wenn der Konsum im Rahmen bleibt. Wenn man an zwei oder drei Tagen in der Woche etwas Kokosfett verzehrt, dann wird man sicher nicht deutlich an Gewicht zulegen. Wichtig ist, dass der Kalorienverbrauch dazu passend ist.


Dies erreicht man natürlich durch eine ausreichende Bewegung, einen gesunden Stoffwechsel – Thema Schilddrüse und Darm – sowie geistiger Arbeit. Das Gehirn verbrennt bei seiner Leistung zusätzlich Unmengen an Kalorien, wenn es durch Bildung gefördert und täglich ordentlich genutzt wird.

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Über Marco Eitelmann 30 Artikel
Ich schreibe hier über Lebensmittel, die sowohl zum Abnehmen als auch zum Zunehmen geeignet sind. Wichtig ist es mir dabei, dass es sich um gesunde und vitalstoffreiche sowie natürliche Nahrung handelt. Statt nur zu beschreiben für welchen Zweck sich ein Lebensmittel eignet, ist mir die Angabe der wichtigsten Makro- sowie Mikronährstoffe und die Besonderheiten der einzelnen Nahrungsmittel ebenfalls wichtig. Es soll darum gehen, über natürliche Lebensmittel eine gesunde Gewichtsregulation zu ermöglichen und nicht um die Unterstützung des gesellschaftlichen Abnehm-Wahnsinns und dem Streben nach dem perfekten Gewicht!

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