Schweinefleisch zum Zunehmen – Ist das überhaupt gesund?

Ein Gericht ideal zum Zunehmen: Semmelknödel mit Wildpilzsoße und kalorienreiches Schweinehackfleisch in Form von selbstgemachten Frikadellen.
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Schweinefleisch hat den Ruf weg, eine der ungesündesten Fleischorten überhaupt zu sein. In manchen Kulturen ist es sogar mit einem religiös bedingten Verzehrverbot belegt. Fakt ist natürlich, dass Schweinefleisch zu den fettreichsten Fleischsorten gehört und in seiner Gesamtheit deutlich mehr gesättigte Fettsäuren beinhaltet als z.B. Rind oder Huhn. Doch ist es deshalb wirklich so ungesund wie oft behauptet wird?

Wenn man auf hochwertiges Schweinefleisch aus biologischer Haltung, ideal von Naturland, Bioland oder Demeter zurückgreift oder ordentlich kontrolliertes Wildschwein kauft, dann kann man bei einem Verzehr von ein bis zweimal die Woche in Sachen Gesundheit keine negativen Auswirkungen erwarten.


Zumindest kenne ich diesbezüglich keine Studie, die klar besagt, dass ein geringer Fleischkonsum auch von Schweinefleisch – keine Wurst! – die Lebenserwartung stark senkt oder krank macht. Man sollte den Schweinefleischkonsum aber auch nicht übertreiben und nur so viel essen, dass die aufgenommen Fettmengen auch zur persönlichen Konstitution und Bewegungshäufigkeit passt.

Wer also Zunehmen möchte, der kann gerne ein bis zweimal die Woche Schweinefleisch essen

Es empfiehlt sich dann aber nicht nur das relativ magere Schweinefilet für diesen Zweck, sondern ruhig auch Mal Schweinespeck oder fetteres Hackfleisch. Diese Teile des Schweins enthalten wesentlich mehr Kalorien und gesättigte Fettsäuren. So haben je nach Fettgehalt 100 Gramm reines Schweinehackfleisch zwischen 240-300 kcal. Schweinespeck kommt auf über 500 Kalorien pro 100 Gramm.

Bei letzterem sollte ein reiner Speck ohne unnötige Zusatzstoffe gewählt werden, welcher auch frei von Natriumnitrit ist. Dieser Stoff kann sich durch Braten oder Backen zu gesundheitlich sehr bedenklichen Begleitstoffen umwandeln und ist auch an sich bereits ungesund!

Schweinefleisch kann bis zu 50 Prozent Fett beinhalten, wenn es sich z.B. um den Speck vom Schwein handelt. Im Gegensatz dazu eignet sich das Schweinefilet einmal die Woche fast schon zum Abnehmen und schlägt mit einem Fettgehalt von nur 12-15 Prozent zu buche. Deshalb kann man selbst dann auch einmal die Woche auf Schweinefleisch zurückgreifen, wenn man sein Gewicht reduzieren oder halten möchte.

Der Proteingehalt von Schweinefleisch variiert ebenfalls je nach Fleischsorte erheblich. Von weniger als 28 Prozent Proteinanteil beim Speck, bis hin zu über 35 Prozent bei einem mageren Filet.

Kohlenhydrate sind im Schwein natürlich keine vorhanden, weshalb man es auch perfekt zu einer ketogenen Diät oder Ernährungsumstellung als abwechslungsreiche Ergänzung verwenden kann.

Des Weiteren enthält das Schweinefleisch neben seinen beiden reichlich vorhandenen Makronährstoffen in Form von Fett und Eiweiß auch noch einige wichtige Mikronährstoffe:

Vitamine:

  • Vitamin A (deckt je nach Fleischsorte 15-20 % des Tagesbedarfs und ist teils direkt als Retinol für den Körper verfügbar.)
  • Alle B Vitamine, vor allem ist Schwein reich an Vitamin B1 und B3
  • Folsäure
  • Vitamin C (sehr geringe Mengen)
  • Vitamin D
  • Vitamin K

Mineralstoffe:


  • Calcium
  • Natrium
  • Chlorid
  • Schwefel
  • Magnesium
  • Kalium
  • Phosphor

Spurenelemente:

  • Eisen
  • Kupfer
  • Mangan
  • Natürliches Fluorid
  • Zink (Deckt ca. 18-22 % des Tagesbedarfs pro 100 Gramm Schweinefilet, Speck hat einen geringeren Anteil)
  • Jod, unter 4 µg

Kategorie und Zubereitungsart sowie weitere Hinweise zu diesem Lebensmittel

  • Für folgende Ernährungsarten geeignet: Omnivore (Allesesser)
  • Verzehr- und Zubereitungsart: Schweinefleisch sollte immer gut durchgebarten bzw. durchgegart verzehrt werden, außer es handelt sich um speziell angefertigte und äußerst frische Schweinefleischprodukte, die extra zum roh essen ausgezeichnet wurden, wie z.B. Mett. Bei diesem sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass keine unnötigen Zusatzstoffe und Nitrite enthalten sind. Oft sind gerade billige Mettprodukte mit Geschmacksverstärkern wie Mononatriumglutamat, Konservierungsmittel wie Nitritpökelsalz oder sogar Farbstoffen und anderen Zusätzen versehen.
  • Hinweis: Bei der Auswahl des Fleisches, sollte unbedingt auf den Kauf von Wild- oder Bioprodukten geachtet werden. Dies sollte sowohl aus ethischen, umweltschutztechnischen als auch gesundheitlichen Gründen ohnehin der Standard sein. Fleisch ein oder zweimal die Woche zu essen reicht völlig aus und ist dann auch preislich ohne Probleme vertretbar. Wenn Fleisch kaum teurer oder sogar noch billiger als Gemüse ist, sollte man besser die Finger davonlassen! Richtig gut können die Ernährungs- Haltungs- und Produktionsbedingungen dieser Tiere dann sicher nicht gewesen sein. Gerade die konventionelle Schweinezucht ist mit viel Medikamenteneinsatz und Tierleid verbunden und äußerst eng gehalten. Das sollte man nicht unterstützen. Wird Wildschwein gekauft, dann sollte man besonders auf die Herkunft, Qualität und Lebensmittelkontrolle sowie Jagdmethode achten. Dies ist aber ein Thema für sich und kann unter dem Beitrag „Wildfleisch zum Abnehmen“, mit entsprechender weiterführender Verlinkung nachgelesen werden.

Fazit:

Schweinefleisch an sich ist definitiv nicht ungesund. Mehr dazu könnt ihr auch unter diesem Beitrag nachlesen. Als eine wöchentliche, ein- bis zweimalige Ergänzung in der Ernährung, kann es vor allem in Form von Speck oder Hack beim Zunehmen helfen. Für Personen die lieber ihr Gewicht halten oder abnehmen möchten, sollte auf Filet oder andere magere Teilen des Schweins zurückgegriffen werden.


Der hohe Anteil an gesättigte Fettsäuren im Schweinefleisch ist ebenfalls nicht ungesund, wenn es in Maßen verzehrt wird. Menschen die sich ausreichend bewegen und mit dem Konsum nicht übertreiben, werden davon weder zunehmen, noch krank werden. Gesättigte Fettsäuren sind ebenfalls wichtig in der Ernährung, nicht nur Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren.

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:



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Über Marco Eitelmann 30 Artikel
Ich schreibe hier über Lebensmittel, die sowohl zum Abnehmen als auch zum Zunehmen geeignet sind. Wichtig ist es mir dabei, dass es sich um gesunde und vitalstoffreiche sowie natürliche Nahrung handelt. Statt nur zu beschreiben für welchen Zweck sich ein Lebensmittel eignet, ist mir die Angabe der wichtigsten Makro- sowie Mikronährstoffe und die Besonderheiten der einzelnen Nahrungsmittel ebenfalls wichtig. Es soll darum gehen, über natürliche Lebensmittel eine gesunde Gewichtsregulation zu ermöglichen und nicht um die Unterstützung des gesellschaftlichen Abnehm-Wahnsinns und dem Streben nach dem perfekten Gewicht!

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